Hochwasser: Stegebau in KO-Neuendorf

Die ergiebigen Regenfälle der letzten Tage und Wochen haben die Pegel von Rhein und Mosel stark ansteigen lassen. Im Koblenzer Stadtteil Neuendorf drohen die Wassermassen die in Ufernähe gelegenen Bereiche zu überschwemmen. Da die weitere Entwicklung der Wasserstände schwer abzuschätzen ist wurde mit dem Aufbau von Hochwasserstegen begonnen. Von 15.00 bis 19.00 Uhr wurden in den von Überflutung bedrohten Bereichen Stege gebaut, damit die Bewohner ihre Häuser trockenen Fußes verlassen können. Neben der Rübenacher Feuerwehr waren auch die Einheiten aus Neuendorf, Metternich und Bubenheim im Einsatz.  Die weitere Entwicklung der Hochwasserlage in Koblenz bleibt abzuwarten, diese ist von den Niederschlägen in den nächsten Tagen abhängig.

Foto: Reinhard Kallenbach / Rhein-Zeitung

Infos zu den Wasserständen unter www.hochwasser-rlp.de

Start ins neue Jahr mit Fehlalarm

Am Neujahrsmorgen um 00.28 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Rübenach zu einem Brandeinsatz alarmiert. In der Trierer Straße in Metternich, in Höhe der alten Brauerei, wurde ein Wohnungsbrand gemeldet. Hierbei handelte es sich aber um einen Fehlalarm, so dass ein Einsatz nicht erforderlich war und die Anfahrt abgebrochen wurde.

Evakuierung wegen Bombenentschärfung

Bedingt durch das Niedrigwasser wurde im Bereich des Rheinufers in Pfaffendorf in Höhe der Grundschule eine 1800 kg schwere Luftmine, eine 125 kg schwere Fliegerbombe sowie ein Tarnnebelfass entdeckt. Für die Entschärfung mussten am Sonntag, 04.12.2011 ca. 45.000 Einwohner von Koblenz ihre Wohnungen verlassen. Zudem mussten 7 Altenheime, 2 Krankenhäuser und die Justizvollzugsanstalt im Stadtteil Karthause geräumt werden. Eine solch aufwändige Evakuierungsmaßnahme war bundesweit bisher einmalig. Insgesamt waren über 2.500 Kräfte von Feuerwehr, THW, Polizei, Rettungsdienst und Bundeswehr im Einsatz, teilweise wurden diese auch aus benachbarten Bundesländern herangezogen. 

Dienstbeginn für die Rübenacher Feuerwehr war um 06.30 Uhr, danach ging es in den Bereitstellungsraum zur Fachhochschule im Stadtteil Karthause. Vor Ort wurden die Einsatzkräfte in die Lage eingewiesen, hiernach wurden die Trupps für die einzelnen Einsatzabschnitte eingeteilt. Mit KEVAG-Bussen wurden die Einsatzkräfte dann in das Stadtgebiet gefahren, um 09.00 Uhr begannen die Kontrollgänge. Die Rübenacher Feuerwehrleute waren im Bereich rund um den Koblenzer Hauptbahnhof eingeteilt. Die Koblenzer Bevölkerung verhielt sich sehr kooperativ und diszipliniert, so dass die Evakuierung schnell und ohne Probleme durchgeführt werden konnte. Früher als erwartet konnte der Kampfmittelräumdienst mit der Entschärfung der Bomben beginnen. Um 15.48 Uhr waren sowohl die Fliegerbombe als auch die Luftmine unschädlich gemacht. Im Anschluss wurde noch ein Tarnnebelfass gesprengt und Schadstoffmessungen durchgeführt. Um 16.30 Uhr konnte dann die Sperrung aufgehoben werden um 17.15 Uhr war der Einsatz für die Rübenacher Wehr beendet.

Einsatzalarm: Besetzung der Feuerwache Schlachthofstraße

Am Freitag, 02.12.2011 wurde die  Freiw. Feuerwehr Rübenach um 17.54 Uhr zur Nachbesetzung der Feuerwache alarmiert. Dies war notwendig, da zahlreiche Kräfte der Berufsfeuerwehr in KO-Pfaffendorf bei den Vorbereitungsarbeiten für die Entschärfung der Luftmine gebunden waren.  Die Bereitschaft auf der Feuerwache dauerte bis 20.30 Uhr, ein Áusrücken war nicht erfoderlich.

Wohnhausbrand mit Menschenrettung in Moselweiß

Am 04.11.2011 um 15.49 Uhr wurde über Notruf der Brand eines Wohn-und Geschäftshauses in der Gülser Straße in Moselweiß gemeldet. Bei Eintreffen der Polizei am Brandort wurde eine starke Rauchentwicklung im Obergeschoß des Gebäudes festgestellt. Die Freiw. Feuerwehr Rübenach war zu dem Zeitpunkt auf der Anfahrt zur Feuerwache in der Schlachthofstraße um dort eine 8-stündige Bereitschaft zu übernehmen. Von der Integrierten Leitstelle Koblenz wurden sofort der Löschzug der Berufsfeuerwehr sowie die FF Rübenach zur Einsatzstelle beordert. Im 2. OG war es zu einem Brand gekommen, die starke Rauchentwicklung war schon von weitem sichtbar. Das Feuer hatte bereits auf den Dachstuhl übergegriffen. Auf der Gebäuderückseite stand im 2. Obergeschoß des Gebäudes eine Frau mit ihrem 9-jährigen Kind am Fenster ihrer verrauchten Wohnung, ihnen war der Fluchtweg über das Treppenhaus versperrt. Die beiden Personen wurden über tragbare Leitern gerettet und mit einer Rauchgasintoxikation in ein Koblenzer Krankenhaus eingeliefert. Zwei vermisste Katzen konnten in der Wohnung trotz intensiver Suche nicht gefunden werden. Das Haus ist derzeit unbewohnbar. Der Sachschaden wird auf ca. 200.000 € geschätzt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Die Nachlösch- und Aufräumarbeiten dauerten bis um 19:00 Uhr. 

Hiernach stand die FF Rübenach bis 23.30 Uhr auf der Feuerwache in Bereitschaft, ein erneutes Ausrücken war nicht erforderlich.Quelle: Rhein-Zeitung 

Wohnhausbrand in der Kruppstraße

Zum Brand eines Kühlschranks in einem Einfamilienhaus in der Rübenacher Kruppstraße wurden am 20.10.2011 kurz vor 10:00 Uhr Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei alarmiert.
Das Erdgeschoss eines Einfamilienhauses stand beim Eintreffen der Feuerwehr in Vollbrand, Flammen schlugen aus den Fenstern und drohten auf das Dach überzugreifen. Das Feuer konnte durch die Feuerwehr sehr schnell unter Kontrolle gebracht werden, bereits um 10:30 Uhr wurde „Feuer aus“ gemeldet.
Die beiden 86 und 87 Jahre alten Bewohner konnten sich selbst in Sicherheit bringen, wurden aber mit Verdacht auf  Rauchgasintoxikationen in ein Koblenzer Krankenhaus eingeliefert.

Die Wohnung brannte komplett aus, auch das Obergeschoss wurde in Mitleidenschaft gezogen, so dass das Haus derzeit nicht bewohnbar ist. Bereits um 11:00 Uhr konnten die Berufsfeuerwehr Koblenz sowie die Freiwilligen Wehren aus Rübenach und Güls den Einsatz beenden.

 Der entstandene Sachschaden wird auf einen hohen fünfstelligen Betrag geschätzt. 

Bericht Rhein-Zeitung vom 21.10.2011

Waldbrandübung am 10.09.2011

Am 10.09.2011 fand im Gülser Weg eine Waldbrandübung statt. Zusammen mit Kräften der Berufsfeuerwehr Koblenz und den Einheiten Arenberg-Immendorf, Ehrenbreitstein und Güls wurden mehrere Möglichkeiten der Waldbrandbekämpfung erprobt. Hierzu wurde ein etwa einen Hektar großes Stoppelfeld in Brand gesteckt. Zunächst gingen sogenannte Hand-Crews mit speziellem Werkzeug vor, um die Ausbreitung der Flammen zu verhindern. So konnten die Flammen ohne Einsatz von Löschwasser erstickt werden. Im weiteren Übungsverlauf wurde auch der Einsatz von zwei Waldbrandfahrzeugen im „Pump-and-roll-Betrieb“ (Wasserabgabe während der Fahrt) geübt.  Zusätzlich wurde aus dem nahe gelegenen Industriegebiet mit mehreren Löschfahrzeugen Löschwasser im Pendelverkehr an die Einsatzstelle gebracht.

Quelle: Rhein-Zeitung, Foto: Peter Karges

Feuer an der Metternicher Reithalle

Auch die Nachtruhe von Samstag auf Sonntag war den Rübenacher Wehrleuten nicht vergönnt. Gegen Mitternacht wurde die Wehr zu einem Brand an der Metternicher Reithalle alarmiert, dort waren Strohballen in Brand geraten, das Feuer hatte auf die Reithalle übergegriffen. Die Löscharbeiten liefen bereits seit 20:30 Uhr, die Wehren aus Lay, Güls und Arenberg-Immendorf sowie die Berufsfeuerwehr waren im Einsatz. Die Freiwillige Feuerwehr Rübenach wurde nachalarmiert und stellte die ganze Nacht eine Brandwache, immer wieder mussten aufflammende Glutnester abgelöscht werden. Am Sonntag morgen um 07:00 Uhr wurden die Rübenacher dann von der Einheit Bubenheim abgelöst.

Solch eine einsatzintensive Woche mit einem brisanten Bombenfund, einigen Unwettereinsätzen, einem Verkehrsunfall und einem Großbrand hat die Rübenacher Feuerwehr bislang noch nicht erlebt.  Die Einsatzdauer belief sich auf insgesamt 22 Stunden innerhalb von nur 6 Tagen.

Foto: Thomas Frey

Unwetter fordert Todesopfer

zahlreiche Unwettereinsätze und dann noch ein Verkehrsunfall

Am Freitag, 26.08.2011 wurde die Freiwillige Feuerwehr Rübenach wegen des Gewitters mit starken Sturmböen alarmiert. Zunächst ging es zum Schüllerplatz nach Lützel, wo ein Baum auf die Fahrbahn gestürzt war. Dieser wurde mittels der Kettensäge beseitigt. Bei drei weiteren Einsätzen im Brenderweg mussten abgerissene Äste von der Fahrbahn beseitigt werden. Vom Brenderweg aus wurden die Rübenacher Einsatzkräfte dann in die Rheinanlagen zu Pretzer’s Biergarten beordert, dort war ein riesiger Ast einer Kastanie abgebrochen und in den Biergarten gestürzt. Von diesem Ast wurde eine 35-jährige Frau erschlagen, für sie kam leider jede Hilfe zu spät.

In Zusammenarbeit mit der Kriminalpolizei und Gutachtern wurde die Einsatzstelle gesichert. Erst gegen 20:00 Uhr konnte die Frau dann geborgen werden.

Foto: Thomas Frey

Für die weiteren Aufräumarbeiten wurde das Areal ausgeleuchtet. Um 21:45 war der Einsatz dort beendet.

Auf der Rückfahrt zum Gerätehaus nach Rübenach kam dann der nächste Alarm: An der Kreuzung Kilianstraße / Maximinstraße wurde ein Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person gemeldet. Glücklicherweise war niemand im Fahrzeug eingeschlossen, so dass die Unfallstelle lediglich abgesichert werden musste. Zudem wurden auslaufende Betriebsstoffe abgestreut. Um 23.00 Uhr war dann endlich „Feierabend“.

brisanter Bombenfund in Bubenheim

Bombenfunde sind in Koblenz nicht außergewöhnlich. Die Fliegerbombe, die am Dienstagnachmittag in der Nähe von IKEA Koblenz bei Ausgrabungsarbeiten gefunden wurde, stellte die Einsatzkräfte jedoch vor eine große Herausforderung. Durch den in der Bombe verwendeten Aceton Langzeitzünder musste es diesmal ganz schnell gehen. In kürzester Zeit gelang es den Einsatzkräften ungefähr 3.500 Menschen die von der Evakuierungsmaßnahme betroffen waren, zügig aus dem gefährdeten Gebiet zu bringen. Um 21.00 Uhr war der Bereich rund um die Fundstelle der Bombe evakuiert. Die Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Rübenach waren im Bereich Bubenheimer Weg, Im Metternicher Feld, im Wellingsweg und In der Weglänge zuständig. Zudem wurde von der Rüstwagen-Besatzung die Fundstelle ausgeleuchtet.

Die Experten vom Kampfmittelräumdienst Rheinland-Pfalz begannen unverzüglich mit ihrer gefährlichen Arbeit. Um 22.00 Uhr dann eine kurze Unterbrechung. Der vulkanische Aschesand erschwerte die Arbeiten. Eine spezielle Vorrichtung zum Lösen des Zünders musste angebracht werden. Zwischenzeitlich wurde in der Sporthalle Oberwerth eine Notunterkunft eingerichet. Um 0.30 Uhr dann die erlösende Nachricht vom Kampfmittelräumdienst: „Die Bombe ist entschärft!“. Durch das komplizierte Verfahren, dauerte die Entschärfung diesmal deutlich länger als üblich. Zwischenzeitlich wurde sogar überlegt, die Bombe durch eine gezielte Sprengung unschädlich zu machen. Nach den Aufräumarbeiten war der Einsatz um 01:15 Uhr beendet.